Bis ins Jahr 1939 war Lesum eine Gemeinde des Kreises Osterholz. Im Rahmen einer Gebietsreform wurde u.a. Lesum 1939 in die Stadt Bremen eingemeindet.Im Amtsgerichtsgefängnis Lesum* inhaftierte die Polizei in den Jahren1933/1934 KPD- und SPD-Mitglieder aus dem Kreis Osterholz. Teilweise wurden die in sogenannte Schutzhaft genommenen Personen verhört und misshandelt. Zu diesem Personenkreis gehörten:
Willy Rehder/KPD-Funktionär – Dauer der Schutzhaft in Lesum ist nicht bekannt
Alfred Strodhoff/KPD – inhaftiert vom 17.3.-15.4.1933
Karl Maisch/KPD-Funktionär – ab 1933 ca. sechs Wochen in Lesum in Haft
August Lange/SPD-Funktionär – inhaftiert vom 29.8.-25.10.1933
Heinrich Horstmann/SPD-Funktionär – inhaftiert vom 8.9.-15.11.1933
Martin Poppe/KPD – im Juli/August 1933 in Lesum in Haft
Heinrich Grote/staatsfeindliche Äußerungen – inhaftiert vom 18.8.-29.9.1934
Johann Hohorst/SPD-Funktionär – acht Tage in Lesum in Haft
Hinrich Leopold/KPD – inhaftiert vom 4.8.-18.9.1933
Ernst Wellbrock/KPD – inhaftiert vom 4.8.-18.9.1933
Diedrich Wellbrock/KPD – inhaftiert vom 4.8.-18.9.1933
Hinrich Wellbrock/KPD – inhaftiert vom 4.8.-18.9.1933
Diedrich Gieschen/KPD – inhaftiert vom 4.8.- 18.9.1933
Die Informationen über die Haft im Amtsgerichtsgefängnis Lesum und die weitergehende Verfolgung sind unter Eingabe des jeweiligen Names im Niedersächsischen Landesarchiv/Abt.Stade unter dem Archivbestand 210 (Wiedergutmachungsakten) einsehbar.
*Im Zuge der Eingemeindung Lesums wurde das Amtsgericht Lesum aufgelöst. Ab 1940 nutzte die Polizei das Gebäude.
Veröffentlicht am 20. März 2026