Friedrich Hinrich Bahlmann

14. August 1933
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Friedrich  Hinrich Bahlmann

geb. 30.7.1887

Wohnort:  Ihlpohl – Alter Postweg 20

Fritz Bahlmann gehörte vor 1933 der KPD an und war Gemeindevertreter in Ihlpohl und Kreistagsabgeordneter. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten ging Bahlmann in die Illegalität und arbeitete weiter für die KPD. Am 17.8.1933 berichteten die Bremer Nachrichten: „Vernichtender Schlag gegen die KPD in Bremen“

Dort hieß es u.a.:

„Unter den weiteren Besuchern des Hauses Glücksburger Str. befand sich auch ein Mann mit namens Haase, dessen Gesicht den Beamten der Gestapo seit langem bekannt war. War schon die Angabe des Namens Haase verfänglich, so war für die Anzweifelung der Richtigkeit seines Namens jedoch ausschlaggebend, als Haase angab, 56 Jahre alt zu sein, aber nicht schnell genug ausrechnen konnte, in welchem Jahr er geboren war. Bei dem angeblichen Haase handelte es sich um den bereits seit Monaten flüchtigen, als Hetzer übelster Sorte bekannten Friedrich Bahlmann aus Ihlpohl. Bahlmann hatte es verstanden, den Eindruck zu erwecken, daß er im Auslande sei. Postsendungen, die er an seine Frau oder sonstige Bekannte schrieb, ließ er von einem befreundeten Seemann nach Antwerpen mitnehmen, dort mit belgischen Marken versehen und in den Briefkasten werfen. Wo sich Bahlmann überall umher getrieben und welchen Schaden er in anderen Orten angerichtet hat, ist noch nicht genügend geklärt. In Bremen erschien er vor etwa 14 Tagen, wo er seit dieser Zeit von der Gestapo beobachtet wurde. … Bahlmann, der die Funktion eines Instrukteurs bekleidete, wurde festgenommen…“ (1)

Bahlmann wurde zwischen 1933/1934 im  Gefängnis Ostertor, im KZ-Ochtum-Sand und im KZ Langelüthen inhaftiert.  Nach der Haftzeit arbeitete er im Deichbau in der Gemeinde Ritterhude und zwischen 1936-1945 bei der AG Weser. (2)

Autor: Manfred Bannow

Anm.: (1) „Vernichtender Schlag  gegen die KPD“ in: Bremer Nachrichten, 17.8.1933

(2)  Niedersächsisches Landesarchiv/Stade Rep 210-Nr.

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