Dietrich Arfmann/Ritterhude

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Dietrich Arfmann, geb. 19.11.1897

Wohnort 1938: Struckbergstr.317* in Ritterhude

 

Dietrich Arfmann schloss sich 1920 der SPD an.  1931 wechselte Arfmann von der SPD zur KPD. Ab 1933 führte er die KPD-Ortsgruppen in Ritterhude und in Osterholz-Scharmbeck in die Illegalität. Ab 1934 arbeitete er als Kurier für die KPD in Bremen und Hamburg. Im August 1935 reiste Arfmann als Vertreter des Bezirks Nordwest über die CSSR in die UDSSR, um an einer Konferenz der KP bei Moskau teilzunehmen. Aufgrund einer Erkrankung konnte er erst im November 1935 nach Bremen zurückkehren. Im August 1936 wurde er verhaftet und vom Oberlandesgericht in Hamburg/Hanseatisches Oberlandesgericht wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu 4 Jahren Zuchthaus verurteilt. Arfmann, der nach seiner Verhaftung die übrigen Mitglieder der Ritterhuder Widerstandszelle verraten haben soll, gehörte Anfang Mai 1945 zu den Gründern des Kampfbundes gegen den Faschismus in Ritterhude. Die Bezirksleitung der KPD Bremen beschloss, dass er nicht am Neuaufbau der KPD teilnehmen dürfe. Dietrich Arfmann kam Ende Mai 1945 beim Minenräumen ums Leben. (1)

Autor: Manfred Bannow

Anm.:

(1) Niedersächsisches Landesarchiv Rep.210-Nr.1740

*Die Anschrift ist dem Adreßbuch für den Kreis Osterholz-Blumenthal aus dem Jahr 1938 entnommen.

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