Schutzjuden, Schutzbrief

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Schutzjuden, Schutzbrief

Das Judenregal (auch Judensteuer) war im Mittelalter und der Frühen Neuzeit ein königlich verliehenes Privileg. Dieses stellte im Heiligen Römischen Reich vermögende Juden (Kaufleute) in ihrer Eigenschaft als Kammerknechte und religiöse Minderheit gegen Bezahlung von Gebühren unter den Schutz des Kaisers. Neben anderen finanziell nutzbaren Hoheitsrechten (Regalien) trug das Judenregal zur Finanzierung des Herrscherhaushalts bei.

In der Weimarer Republik gab es eine Reihe von Verbesserungen für die Juden. Alle Karrieren und Schulen standen ihnen offen, die mittelständische Sozialstruktur blieb gleich. Die Gemeinden wurden Körperschaften öffentlichen Rechtes. Ein Drittel der Juden wohnte in Berlin.

Durch die Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar
1933 begann die systematische Judenverfolgung im Deutschen Reich. Wer ab 1935 als „Jude“ galt, definierte die Erste Verordnung zum Reichsbürgergesetz. Antisemitismus und Antijudaismus hatten das Ziel der Vertreibung und Vernichtung der deutschen Juden unter Anwendung des Gewaltmonopols des Staates. Als Gründe für die Diskriminierung und den systematischen Terror gegen die jüdische Bevölkerung wurden Verschwörungstheorien über das Weltjudentum wie zum Beispiel in den gefälschten Protokollen der Weisen von Zion (antisemitisches Pamphlet) angeführt. Die nationalsozialistische Rassenlehre vertrat die These von der Überlegenheit der arischen Rasse.

Autor: Irmgard Lippert

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