Ernst Davidsohn

 

Seit 1772 bestand in Osterholz-Scharmbeck das Textilgeschäft der Familie Davidsohn, heute  Poststraße 4. Seit 1917 führte Ernst Davidsohn zusammen mit seinem Onkel Sally das Geschäft. Ernst Davidsohn bewohnte mit seiner Mutter die oberen Räume des Geschäftshauses. Durch die Boykottmaßnahmen der Nationalsozialisten ging der Umsatz ab 1933 stark zurück. Sally Davidsohn starb im Juni 1938. Wenige Monate später wurde das Geschäft „arisiert“. Neuer Eigentümer war der Kaufmann H. von Seggern. In der Reichspogromnacht misshandelten SA-Leute Ernst Davidsohn.   Zusammen mit Toni und Ilse Davidsohn musste Ernst Davidsohn 1940 Osterholz-Scharmbeck verlassen  und zwangsweise in die Wiesbadener Straße 30 in Bremen ziehen Zusammen mit Toni und Ilse wurde Ernst Davidsohn 1942 in Minsk ermordet.

Vgl.: Jüdische Bürgerinnen und Bürger in Osterholz-Scharmbeck, Schicksale in der Zeit des Nationalsozialismus 1933-1945 von Ilse Schröder, Sonja K.Sancken und Horst Böttjer,

Osterholz-Scharmbeck 2015

 

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Diese Seite wurde zuletzt am 11. Juli 2021 geändert

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