Das Schicksal der jüdischen Familie Frank

Die Familie Frank lebte seit 1875 in Lilienthal. In der Hauptstraße 44 betrieb die Familie bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten ein erfolgreiches Fotogeschäft.  Mit dem Jahr 1933 begann die systematische Ausgrenzung der Familie aus dem gesellschaftlichen und kulturellen Leben in Lilienthal. 1936 mussten die Franks ihr Haus in der Hauptstraße weit unter Wert verkaufen. Im […]

Rosa Abraham/Worpswede

Rosa Abraham, geborene Lösermann, Udo-Peters-Weg 8, geboren am 10.12.1872 in Bürstadt in Hessen, umgebracht am 23.9.1942 in Treblinka Am 21. September 2013 ist ein Platz in Worpswede an der Hemberg-Strasse auf Initiative der „Stiftung Worpswede“ in Anwesenheit der Urenkelin Irene Goldsmith aus New York nach Rosa Abraham benannt worden. Auf einer dort errichteten Stele ist […]

In Schutzhaft genommen – Wilhelm Meyer/Ihlpohl Nr.64*

Der Arbeiter Wilhelm Meyer (geb. 3.5.1900) gehörte der KPD an. Aufgrund seiner Parteizugehörigkeit wurde Meyer am 1.3.1933 in Schutzhaft genommen und ins Polizei-Gefängnis  Bremen-Lesum gebracht. Nach eigenen Angaben wurde er am 17.9.1933 wegen Haftunfähigkeit entlassen.  Im Juni 1941 wurde Meyer erneut inhaftiert und lt. Aussage gegenüber amtlichen Stellen für 6 Wochen „ins Lager Farge“ eingeliefert. […]

Leopold Sinasohn

  Leopold Sinasohn, geb. 22.01.1877 in Naumburg, ermordet in der Pogromnacht am 9./10.11.1938 in Platjenwerbe Leopold Sinasohn, jüdischer Herkunft, wurde am 22. Januar 1877 in Naumburg/Saale geboren. Seine Eltern, der Kaufmann Emanuel Sinasohn und Anna Sinasohn, geb. Mendershausen, verzogen von dort nach Berlin, wo Leopold das Mechanikerhandwerk erlernte. Anschließend fuhr er mehrere Jahre zur See, […]

1938-Tag des Kreises in Osterholz-Scharmbeck

  Im Osterholz-Scharmbecker Heimatbuch aus dem Jahr 1938  berichtet der Autor Johann Segelken begeistert vom Tag des Kreises in Osterholz-Scharmbeck:  „Am 2./3.Juli 1938,  dem Tag des Kreises, stand Osterholz-Scharmbeck im Zeichen eines noch nie stattgefundenen Verkehrs. Die Stadt prangte in einem einzigartigen Festschmuck. 5500 Uniformierte der verschiedensten Formationen standen bei der Großkundgebung angetreten und marschierten […]

Marineoberstabsrichter Dr.Kurt Göller

Das Gericht der 2.Marine Infanterie Division, unter Leitung des Marineoberstabsrichters Göller, verurteilte am 28.4.1945 in Buschhausen den Matrosen Kurt Albrecht zum Tode. Im Urteil heißt es: „Der Angeklagte wird wegen Fahnenflucht im Felde zum Tode verurteilt. Neben dieser Strafe wird auf Verlust der Wehrwürdigkeit und Verlust der Ehrenrechte auf Lebenszeit erkannt.“ (1) Der verhandlungsführende Marineoberstabsrichter […]

Wunschkind für den Führer im Lebensborn e.V.

Wunschkind für den Führer im Lebensborn e.V.*) Der Verein „Lebensborn e.V.“ wurde 1935 in Berlin gegründet.  Heinrich Himmler, Reichsführer SS und Chef der deutschen Polizei, wollte zum Schutz der ledigen Mütter und ihrer Kinder Heime einrichten, in denen sie ohne öffentliche Wahrnehmung ihre Kinder gebären konnten und sich für eine gewisse Zeit aufhalten konnten. Die […]

Christian Evers (1898 – 1964)

Christian Evers (1898-1964) Als 1933 Adolf Hitler von dem Reichspräsidenten Paul von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt wurde, blieb Christian Evers Gemeindeschulze, so war die neue Amtsbezeichnung, ab 1935: Bürgermeister. In einem Brief an den Amtskollegen Stephan in Hannover 1932 erhofft sich Evers von der neuen Regierung einen Weg aus der hohen Arbeitslosigkeit. In dieser Zeit […]

Der jüdische Bürger Hartog Isaak ter Berg aus Ritterhude und seine Familie, 1933-1945

Der jüdische Bürger Hartog Isaak ter Berg aus Ritterhude und seine Familie, 1933-1945 Hartog Isaak ter Berg, Ritterhude, Riesstr. 39 (1933-1945 Adolf-Hitler Str.302), geboren am 12.07.1886 in Ritterhude, Sohn von Hartog ter Berg aus Noordbroek/Niederlande und Sophie Simon aus Ritterhude. Hartog ter Berg siedelte von Holland nach Bremen. Er heiratete Sophie Simon, Tochter des Levy Simon (1858-1914) […]

Der jüdische Bürger Jacob Simon aus Ritterhude und seine Familie

Der jüdische Bürger Jacob Simon aus Ritterhude  und seine Familie Anbaustelle Nr.75, Fergersbergstraße 20, Adolf Hitler Str.302, ab 1945: Goethestr. 28 Simon Nathan war der erste aus der jüdischen Familie Simon, der einen Schutzbrief erhielt und 1744 in Ritterhude siedelte. Er war Schwiegersohn des Schutzjuden Levi Herz aus Osterholz. Levi Herz übertrug seinen Schutzbrief auf Simon Nathan. […]