Heinrich Müller – Lehrer und NSDAP-Ortsgruppenleiter in Alt-Ritterhude

Ortsgruppenleiter wurden auf Vorschlag des Kreisleiters vom Gauleiter ernannt. Eine der wichtigsten Aufgabe eines Ortsgruppenleiters war die Beobachtung, Betreuung und Überwachung der in ihrem Hoheitsgebiet wohnenden Bevölkerung. (1) Der Kreis Osterholz gehörte zum Gau Ost-Hannover. Gauleiter war von 1928 bis Kriegsende Otto Telschow. Aus einem Rundschreiben der Gauleitung Ost-Hannover vom 21.10.1932 geht hervor, dass es […]

Georg Bruns – Verurteilt wegen „Rundfunkverbrechen“

Georg Bruns wurde am 19.3.1887 in Karlshöfermoor geboren. Er besuchte die Volksschule in Ritterhude und war für 4 Jahre als Lehrling bei einem Tischler angestellt. Bis zum 1.Weltkrieg arbeitete er bei verschiedenen Tischlern im Kreis Osterholz und in Bremen als Geselle. Von 1914-1918 war er Soldat. Nach Kriegsende arbeitete er wieder als Tischler und war […]

Die jüdische Familie Feist aus Osterholz-Scharmbeck

Philip Samson Uri Feist geboren  um 1798 ist der erste der Familie Feist in Scharmbeck.  Er war verheiratet mit Gesina  Sine Goldberger,  Das Paar  wohnte ab 1845  in Sandbeck. Ihre Söhne Semmy Feist und Meinhard Feist übernahmen 1866  die Tuchfirma von  Carl Anton Heinrich Schmand, Schwiegersohn des Gründers Hermann Hemeling, damaliger Heerestuchlieferant für Preußen, in […]

Die jüdische Familie Heidmann aus Osterholz

Die Familie Heidemann wohnte in der damaligen „Hauptstraße 16“, später umbenannt  in „Unter den Linden“, und seit dem Zusammenschluss von Osterholz und Scharmbeck „Findorffstraße“. Vermutlich um das Jahr 1733 kam Salomon Heidemann aus Delmenhorst nach Ritterhude. Auf Anlass des Präsidenten von Schade, der ihm Schutz zu verschaffen versprach, erhielt Salomon Heidemann Erlaubnis in Ritterhude zu […]

Die jüdische Familie Davidsohn aus Osterholz-Scharmbeck

  Moses Hein und Jette David nahmen den Familiennamen Davidsohn erst später an. Sohn David Moses  wurde 1780 in Scharmbeck geboren. Er starb 1852 in Scharmbeck. Jette und Moses  hatten fünf Kinder, die alle den Namen Davidsohn trugen. Miriam, Ehe mit Jacob Nachmann, David Moses Ehe mit Röschen Cohn, Johanne Ehe mit Meyer Aronsohn, Friederike […]

Familie Alfred Cohen/Osterholz-Scharmbeck

  Alfred Cohen wohnte mit seiner Frau Flora geb. Assenheimer, den beiden Kindern Henny und Friedrich Wilhelm in der Hohetorstraße 14. Alfred war gelernter Kaufmann und übernahm das Textilgeschäft seines Vaters Meyer-Cohen in der Hohetorstraße wo jetzt die Apotheke untergebracht ist. Sein Bruder Siegmund Cohen betrieb in der Bahnhofstraße 37 ein Manufakturwarengeschäft. Sein Bruder Richard hatte […]

Jarentschuk Nikifor – Friedhof Grasberg (Grab für ein sowjetisches Opfer des 2.Weltkrieges)

Auf dem Friedhof Grasberg ist der am 20. März 1915 in Myschiwtzki geborene Ukrainer Jarentschuk Nikifor beerdigt Die Gemeinde Grasberg nennt als Todesdatum den 30.4.1945. Aus dem Standesamtsregegister geht hervor das Jarentschuk Nikifor in  Grasberg-Eickedorf verstorben ist.(1) http://www.sowjetische-memoriale.de (1) ITS Archives: LK Osterholz -Todeslisten – Archivnummer 3689 Autor: Manfred Bannow

Kriegsgefangene in Grasberg-Huxfeld

Kriegsgefangene in  Grasberg-Huxfeld In Huxfeld befand sich das Lager 5548. In diesem Lager, das als Arbeitskommando vom Stalag X B Sandbostel verwaltet wurde,   waren französische Kriegsgefangene untergebracht. Eingesetzt wurden sie in der Landwirtschaft. (1)  http://www.stiftung-lager-sandborstel.de   Anm.: (1): Werner Borgsen, Klaus Volland, Stalag X B –Sandbostel, Bremen 1991, S.258  

Kriegsgefangene in Grasberg-Rautendorf

  Kriegsgefangene in  Grasberg-Rautendorf In Rautendorf befand sich auf einem Bauernhof das Lager 1123. In diesem Lager, das als Arbeitskommando vom Stalag X B Sandbostel http://www.stiftung-lager-sandbostel.de  verwaltet wurde, waren in einem Schweinestall 50-60 Kriegsgefangene untergebracht, zum größten Teil französische Gefangene. Eingesetzt wurden sie in der Landwirtschaft und im Gartenbau. (1) Anm.: (1): Werner Borgsen, Klaus Volland, […]

Jan Alfred und Ireneusz Obrempalska – Kinder ohne Wert in Ritterhude

  Für die NS-Rassenideologie waren Kinder von Zwangsarbeiterinnen Kinder, die keinen Wert hatten. Schwangerschaften von Zwangsarbeiterinnen wurden zu einem Problem der besonderen Art.  Zwangsarbeiterinnen, die während ihres Einsatzes in Deutschland schwanger wurden, wurden anfangs in ihre Heimat zurückgebracht. Als  jedoch die Zahl von Schwangerschaften unter den östlichen Zwangsarbeiterinnen anwuchs, wurden die Regeln für den Arbeitseinsatz […]